A.1.1. Ein Input aus Gestalttherapie und Psychoanalyse

Dieser Abschnitt dient als Erkenntnis-/ Lehrmaterialfundus und soll die Integration des transgenerationellen Weiterwirkens von NS, Shoa, Krieg in der Gestalttherapie-Aus- und Fortbildung erleichtern. Er wird fortlaufend erweitert.

Gefühlserbschaften von NS und Shoa und andere Hinterlassenschaften - Vortrag von K. Daecke (überarbeitete Version) im gleichnamigen Workshop mit Cornelius Voigt auf der DVG-Tagung "Mitten im Fluss oder am Ufer? Die Bedeutung der organismischen Selbstregulation in Gestalttherapie und Beratung", 2022 in Nürnberg; Hier wird auf die verschiedenen transgenerationellen Weiterwirk-Ebenen geblickt, einschließlich der Folgen von Entwicklungstraumata, wie sie durch die rigide und Empathie verweigernde NS-Säuglingserziehung (nach Haarer)  induziert wurden und von erster Stunde an die organismischen Selbstregulationsprozesse der Säuglinge und Kleinkinder gestört hat. Das Arbeiten in diesem Feld benötigt ein Holding-Setting, das hier angeregt wird (Beispiele).

Gefühlserbschaften - Theorie-Input Vortrag von K. Daecke (©) im Workshop „Weiterwirken von NS und Shoa in der nachfolgenden Generationen auf Täter-/ Mitläufer- und auf Opfer-/ Überlebendenseite“ (Nancy Amendt-Lyon, Michael Kösten, Karin Daecke) mit Kurzübersicht und Literaturliste - Digitale D-A-CH- Gestalt-Therapie-Tagung, Mai 2021

Weiterwirken von NS und Shoa in der nachfolgenden Generationen - auf Täter-/ Mitläuferseite - Karin Daecke (© Teile II. - III.), Workshop (Essen-Tagung der DVG, 2019):

I. Workshop-Konzept mit Kleingruppen-Material zum Thema Transgenerationelles Weiterwirken der Familien-Verwicklungen mit dem NS

II. Theorie-Input mit Exkursen zur Klärung, Zuordnung der Begriffe in Psychoanalyse und Gestalttherapie, wenn es um das "Weiterwirken von NS und Shoa (...)" geht (© 2019)

III. Theorie-Input zum Erscheinungsbild des Weiterwirkens von NS, Shoa, Krieg in den nachfolgenden Generationen auf Täter-/ Mitläufer-Seite (© 2019)

Seminar- und Lehrgangsmaterialen zum Thema Weiterwirken von NS, Shoah, Krieg in den nachfolgenden Generationen auf Überlebenden- und auf Täter-/Mitläuferseite

Exzerpt von DAS KOLLEKTIVE SCHWEIGEN. Nationalsozialistische Vergangenheit und gebrochene Identität in der Psychotherapie - von Barbara Heimannsberg und Christoph J. Schmidt (Hrsg. 1992)
Karin Daecke (© 2020). Aus dieser ersten GT-Veröffentlichung zum Thema werden die schulen-übergreifend zusammengetragenen, symptomrelevanten Weiterwirkphänomene aus der NS-Vergangenheit - mit den hierfür benannten sozialisationshistorischen Hintergrundfakten - und die zentralen Aussagen zu einem auf Weiterwirkphänomene bezogenen psychotherapeutischen Arbeiten zur Übersicht gebracht (aus Beiträgen von B. Heimannsberg, Chr. Schmidt, I. Anhalt, A. Massing, I. Wielpütz, W. Behrendt, W. Bornebusch, G. von Schlippe, H. Salm, R. Picker, M. Hecker, S. Chamberlain, und D. Bar-On u.a.).

Lehrmaterialien-Fundus: Psychoanalytische Erkenntnisse zum Transgenerationellen Weiterwirken von NS, Shoa, Krieg auf Opfer- und Täterseite.
Karin Daecke (© 2021). Der Beitrag führt in die Grundlagen der psychoanalytischen Erforschung des transgenerationellen Weiterwirkens von NS, Shoa und Krieg ein und stellt die hierfür zentralen PA-Begriffe, -Konzepte, Verstehenszugänge, Differenzierungs-Notwendigkeiten und forschungsrelevant eingehenden anderen Erkenntniszugänge vor. Er bezieht all dies immer wieder impulsorientiert auf GT-Konzepte - reflektiert z.B. das Schweigen auf Täter- und Opferseite als gesellschaftlich mitgetragenes symptom-lastiges Tradierungs- und Hintergrundverlust-Phänomen. Er blickt kritisch auf die erarbeiteten Differenzierungen symptomatisch ähnlicher und in der PA sogar gleich benannter jedoch vollkommen unterschiedlich entstandener Folgeerscheinungen in den nachfolgenden Generationen und bietet hierzu einen Überblick für die Überlebenden- und Täter-/ Mitläuferseite.